Studium

Für viele Abiturientinnen und Abiturienten stellt sich die gleiche Frage, nämlich wie es nach erfolgreichem Abschluss weitergehen soll. Viele Möglichkeiten stehen zur Wahl, man kann eine berufliche Ausbildung beginnen, eine Zeit im Ausland verbringen, Praktika oder ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren. Aber allem voran steht natürlich die Möglichkeit eines Studiums. Und auch da stellen sich viele Fragen. Studiert man besser zu Hause, geht man in eine andere Stadt oder sogar ein anderes Land? Möchte man an eine Universität oder Fachhochschule? Und was möchte man denn überhaupt studieren? Diese letzte Frage beantwortet manchmal schon die vorherigen, denn manche Studiengänge werden nur in wenigen Städten angeboten und erfordern dadurch einen Wechsel des Wohnorts. Während des Studiums muss man wieder Entscheidungen treffen, zum Beispiel ob man ein Semester oder ein Jahr an eine Uni im Ausland gehen möchte, wenn ja in welches Land, ob nach dem Bachelor Schluss ist oder ob man auch den Master erlangen möchte oder vielleicht sogar den Doktor und letzen Endes wo man arbeiten möchte. Auf den Internetseiten der Universitäten findet man meist ein großes Angebot an Praktikumplätzen, Studentenjobs und Stellenangeboten für Studenten, die ihr Studium bereits abgeschlossen haben. Schon während des Studiums hat man viele Gelegenheiten, seinem Lebenslauf Schliff zu geben, zum Beispiel durch Fachschaftsarbeit oder eine Aushilfstätigkeit am Lehrstuhl eines Professors.

Studieren im Ausland

Das Ausland reizt eine große Zahl von Studenten. Viele möchten ihr Studium durch einen Aufenthalt im Ausland bereichern und dort nicht nur universitäre sondern auch und besonders kulturelle Erfahrung sammeln. Daran wächst man nicht nur persönlich, auch der Lebenslauf erfährt dadurch eine gewisse Wertsteigerung, denn so ein Semester, Jahr oder Praktikum in einem anderen Land zeigt Initiative.

Europa wächst immer mehr zusammen, so wird auch ein Studienaufenthalt in Osteuropa zu einer immer beliebteren Option. Manche Länder reizen durch Ferienflair, wie beispielsweise kleinere Inselstaaten, andere durch eine völlig andere Sprache und Kultur. Ein gutes Beispiel dafür sind Länder in Ostasien. Sie zeichnen sich durch eine Sprache auf anspruchsvollem Niveau und eine für die westlichen Verhältnisse sehr fremde Kultur aus, die auf viele Studenten einen besonderen Reiz ausübt. Anspruchsvolle Sprachen lernt man am besten in dem man sie benutzt. Wo kann man das besser tun als im Land selbst, wo man darauf angewiesen ist? Dieses Motiv treibt viele Studenten der arabischen Sprache nach Asien. Wer nicht zu weit von zu Hause weg und dennoch Fremdsprachenkenntnisse vertiefen und ein anderes Land kennen lernen möchte, der entscheidet sich für Europa. Hat man Spanischkenntnisse, die man aber gerne außerhalb Europas anwenden möchte, bietet sich Südamerika an. Hier hat man aber auch die Möglichkeit Portugiesisch zu erlernen oder zu verbessern. Auch kleine Länder haben viel zu bieten, sei es kulturell oder landschaftlich. Afrika bietet je nach Region eine gute Möglichkeit für ein Praktikum und in Südafrika gibt es einige gute Universitäten. Nicht zuletzt entscheiden sich viele für die Top-Länder, Klassiker wie die USA oder Australien verlieren ihre Anziehungskraft noch lange nicht. Andere häufige Ziele sind die Niederlande und Neuseeland.

Viele Studenten machen Gebrauch von dem großen Angebot an Stipendien. Für diese zählen oft nicht nur die Noten sondern auch die Motivation und die Persönlichkeit des Bewerbers. Über den Deutschen Akademischen Austauschdienst werden viele internationale Praktika und Studienplätze sowie Stipendien vergeben. Innerhalb Europas kann man sich im ERASMUS-Programm für einen Austausch bewerben. Partnerunis erleichtern durch Hochschulabkommen die Anrechnung von Studienleistungen, das Bachelor-Master-System, das durch den Bologna-Prozess in Europa vereinbart wurde, soll europäische Auslandsaufenthalte erleichtern und die Abschlüsse sowie Studienleistungen vergleichbarer machen.



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