Botschaften
Im Oktober 2004 haben die USA das „Visa Waiver Program“, kurz VWP eingeführt, welches Staatsangehörigen von 27 Ländern ermöglicht, für 90 Tage ohne Visum einzureisen, solange sie einen maschinenlesbaren Pass haben. Zu diesen Ländern zählen unter anderem Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Schweden. Möchte man mit dem Visa Waiver Program einreisen, muss man bei der Botschaft USA eine ESTA-Genehmigung beantragen. Ohne diese kann nicht nur die Einreise in die USA verweigert werden, sondern auch schon der Zutritt zu Flugzeugen oder Schiffen, die in die USA reisen. Die ESTA (Electronic System for Travel Authorization) kann unter anderem über die Seite der USA-Botschaft beantragt werden, auf der man einen Link zur ESTA-Website findet. Des Weiteren findet man auf der Homepage der USA Botschaft viele Informationen zu ESTA, dem Visa Waiver Program und Visa. Die ESTA-Genehmigung gilt für mehr als eine Einreise, sie bleibt zwei Jahre gültig, es sei denn, die Gültigkeit des Passes endet vorher, damit endet auch die Gültigkeit der ESTA. Zu beachten ist, dass Kinder in jedem Fall eine eigene VWP-Anreiseberechtigung sowie eine eigene ESTA-Genehmigung vorweisen können. Ist man erst mal in den USA ist es gut zu wissen, wo sich die eigene Botschaft befindet. Die Botschaft in USA findet man in Washington, D.C. Andere Vertretungen neben der Deutschen Botschaft USA sind die Konsulate. Auf der Website kann man auch den Konsulatfinder nutzen, um ein Konsulat in der Nähe zu finden, da Washington ja nicht immer in der Nähe ist.
Die deutsche Botschaft in Russland informiert über ein großes Angebot an kulturellem Austausch. Auf der Internetseite findet man auch einen Link zum Deutschlandzentrum, das Informationen aus Politik, Kultur und Wirtschaft auf Russisch bietet. Die Deutsche Botschaft in Russland hat ihren Sitz in Moskau. Die Russische Botschaft blickt in Deutschland auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. 1706 wurde in Berlin eine ständige diplomatische Mission Russlands errichtet. Das Grundstück, auf dem sich die Russische Botschaft in Berlin befindet, sowie das Haus, das 1732 von Christian Ludwig Müller erbaut wurde, wechselten im 18 Jahrhundert des Öfteren die Besitzer, die das Haus auch erweitern ließen. Während des I. Weltkrieges wurde das Anwesen nicht mehr gepflegt, 1917, nachdem der Krieg und die russischen Revolutionen vorbei sind, beherbergt die heutige russische Botschaft eine Delegation aus dem Sowjetischen Russland, später wird ein Internierungslager im Innenhof eingerichtet. Die Nationalsozialisten nutzen das Anwesen als Sitz des Ostministeriums, bis es schließlich von Bomben zerstört wird. In der DDR wurde die Botschaft Russlands innerhalb von drei Jahren wieder aufgebaut. Sie bleibt auf dem Grundstück, wo sie erstmals ihren Platz fand. Jedoch ist die Russische Botschaft nun drei Mal so groß wie vor der Zerstörung und die Fassade sowie die Innenräume reich verziert. Die Räume der ersten Etage können von Besuchern besichtig werden.
Die Südafrikanische Botschaft hat in Deutschland zehn Vertretungen. Diese sind für ein bis dreizehn Bundesländer zuständig. Während das aber nur Konsulate, also Abteilungen der Botschaft sind, befindet sich die vollständige Botschaft Südafrika in Berlin. Der Unterschied zwischen Konsulat und Botschaft ist, dass das Konsulat die Vertretung der Verwaltung ist, die Botschaft hingegen die Regierung des Landes vertritt. So hat auch die Deutsche Botschaft in Südafrika verschiedene Vertretungen in Südafrika, die Deutsche Botschaft in Südafrika liegt in Pretoria, das Generalkonsulat in Kapstadt.
Wie die Botschaft in Moskau so weist auch die Deutsche Botschaft in Brasilien auf ein Deutsches Portal hin, in dem Portugiesischsprachige alle möglichen Informationen zu Deutschland auf einem Blick abrufen können. Es heißt „alemanJA“ und richtet sich besonders an Junge Menschen. Auch gibt es eine Kinderseite des Auswärtigen Amts, auf die verlinkt wird. Dort werden Themen wie Außenpolitik und Menschenrechte kindgerecht erklärt und es gibt eine Fotostrecke mit Bildern aus aller Welt. Von der Kinderseite aus findet man zu vielen Spielen und Informationsseiten für Kinder.Des Weiteren findet man auf der Seite der Deutschen Botschaft in Brasilien viele Weitere Informationen über Visa, Wirtschaft und Kultur.
Journalisten, die eine Zeit lang in China beschäftigt sein werden, müssen sich an die Chinesische Botschaft in Berlin und dort an die Presseabteilung wenden, um ein Journalistenvisum zu erhalten. Ebenso muss sich ein chinesischer Staatbürger an die Deutsche Botschaft in China wenden, wenn er sich eine Zeit lang in Deutschland aufhalten möchte. Zu allen Visa Angelegenheiten erhält man Informationen und Merkblätter auf der Internetpräsenz der Deutschen Botschaft. Dort werden auch alle erforderlichen Dokumente aufgelistet, die man für Beantragung des Visums benötigt. Informationsunterlagen und Formulare kann man bei der Deutschen Botschaft in China einfach herunterladen.
Die Thailändische Botschaft ist eine gute Quelle, um sich über das Land zu informieren. Unter dem Link zum Außenministerium findet man Informationen zu Thailand. Die Flagge aus jeweils zwei horizontalen weißen und roten sowie einem blauen Streifen wurde 1917 statt des weißen Elefanten auf rotem Grund eingeführt. Letzterer steht für absolute Monarchie. Die Streifen und Farben der heutigen Flagge symbolisieren den Staat (rot), die Religion (weiß) und die Monarchie (blau). Ein Highlight auf der Website der Thailand Botschaft ist die Möglichkeit, virtuelle Rundgänge durch die Paläste des Königs zu machen. Die Deutsche Botschaft in Thailand bietet einen Newsletter an, der einen immer auf dem neuesten Stand hält, was Veranstaltungen und Aktivitäten der Botschaft betrifft. Auch findet man politische, wirtschaftliche und kulturelle Informationen auf der Seite der Deutschen Botschaft in Thailand.
Kaum ein Land ist bei deutschen Studenten und Auswanderern so populär wie Australien. Es besteht reger kultureller sowie wirtschaftlicher Austausch. Wie die meisten Botschaften in Deutschland befindet sich auch die Australische Botschaft in der Landeshauptstadt Berlin. Ihre Visa-Abteilung vertritt die australische Einwanderungsbehörde. Daher hält die australische Botschaft Berlin alle Informationen zur australischen Staatbürgerschaft bereit. Auch über die verschiedenen Visa kann man sich informieren. Ein Visum oder eine Einreisegenehmigung sind Pflicht, wenn man nach Australien einreisen möchte. Deshalb ist es wichtig, dass man das Visum beantragt, bevor man eine Reise plant und bucht. Auf der Homepage der Deutschen Botschaft in Australien erhält man unter anderem Informationen zum Working Holiday zwischen Deutschland und Australien, welches den Jugendaustausch fördert. Junge Menschen können so ein Jahr durch Australien reisen und arbeiten. Dadurch können sie einen umfassenden Einblick in die australische Kultur sowie den Alltag in einem anderen Land bekommen. Dieses Angebot steht natürlich auch jungen Australiern offen, die ein Jahr in Deutschland leben möchten. Für sie gibt es auf der Seite der Deutschen Botschaft in Australien einen Link zu einer englischsprachigen Seite.
Die Neuseeländische Botschaft in Berlin ist auch für Österreich, Tschechien, Ungarn, die Slowakei und die Schweiz zuständig. Es ist anzumerken, dass die Botschaft Neuseelands keine Tourismusabteilung hat. Fragen, die sich auf diesen Bereich beziehen, müssen an das Fremdenverkehrsamt in London gestellt werden. Je nachdem können für eine Einreise zusätzlich zu dem Visum auch ein polizeiliches Führungszeugnis und ein Gesundheitszeugnis verlangt werden. Auf ihrer Homepage macht die Deutsche Botschaft in Neuseeland auf eine Krisenvorsorgeliste aufmerksam. In diese können sich Deutsche eintragen, die im Amtsbezirk der Botschaft in Wellington leben. Sinn der Maßnahme ist eine Schnelle Kontaktaufnahme mit Deutschen in Ausnahmesituationen. Die Registrierung für die Krisenvorsorgeliste erfolgt online, nicht mehr in der Deutschen Botschaft in Neuseeland selbst.
Die Spanische Botschaft vertritt die spanischen Standpunkte vor deutschen Behörden und schützt somit die spanischen Interessen. Sie steht mit der spanischen Regierung in Verbindung und hält sie über politische Entwicklungen informiert. Des Weiteren fördert die Botschaft Spaniens die Beziehungen zwischen Deutschland und Spanien in den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft. Auf deutscher Seite ist dafür die Deutsche Botschaft in Spanien zuständig. In Zusammenarbeit mit dieser wurde ein Projekt entwickelt, das deutschen Residenten in Spanien Hilfestellung zur Kranken- und Pflegeversicherung bietet. Diese Beratung erfolgt auf Deutsch und soll auf alle Regionen ausgeweitet werden, wenn es Zuspruch findet. Für mehr Informationen über dieses Programm sollte man die Homepage der Deutschen Botschaft in Spanien besuchen.
Eine Botschaft ist eine diplomatische Vertretung eines Landes in einem anderen Land. Das Gebäude, in dem die verschiedenen Referate (unter anderem Presse, Politik, Soziales) untergebracht sind, wird Kanzlei genannt. Ein Botschafter fungiert als persönlicher Vertreter des Staatsoberhauptes. Die sogenannte Residenz dient dem Botschafter als Amts- sowie Privatsitz. Die Residenz muss sich nicht zwingend in der Kanzlei befinden. Sie ist unterteilt in den dienstlichen und privaten Teil.
In der Botschaft befindet sich unter anderem eine Konsularabteilung, die beispielsweise Visa erteilt. Des weiteren kann die Botschaft zusätzlich eigenständige Konsulate wie Generalkonsulate oder Honorarkonsulate unterhalten. In der Europäischen Union gibt es die so genannten Delegationen. Ihre Funktion ähnelt der von Botschaften. Mehr als 130 EU-Delegationen gibt es.
Als nach dem Wiener Kongress die damaligen Großmächte Botschaften im Land des anderen einrichteten, wurden auch diplomatische Vertretungen zwischen den kleineren Staaten und den Großmächten gegründet. Diese hießen Gesandtschaften. Später wurden einige Gesandtschaften zu Botschaften erhoben, was eine Anerkennung der Machtposition eines kleineren Staates bedeutete. Bis in die 1960er-Jahre wurden die meisten Gesandtschaften aufgewertet. Die diplomatischen Vertretungen in Staaten, die dem Commonwealth of Nations angehören, werden High Commissions genannt, da der britische Monarch zugleich Staatsoberhaupt aller Länder war, die vom ehemaligen Britischen Weltreich unabhängig geworden waren. Die Regierung ernennt den Leiter der High Commission. Mit Staaten, die nicht zum Commonwealth gehören, werden jedoch Botschafter ausgetauscht.
Das Areal, auf dem sich die Botschaft befindet, gehört zwar zum Hoheitsgelände des Gastgeberlandes, steht aber unter besonderem Völkerrechtlichen Schutz. Das heißt, dass das Gastgeberland das Botschaftsgelände nicht betreten darf, wenn es nicht die Einwilligung des Missionsleiters hat. Somit dürfen keine eigenmächtigen Festnahmen oder Durchsuchungen durch das Gastgeberland dort stattfinden. Diese Schutzrechte können von Bürgern ausgenutzt werden, wie es zum Beispiel 1989 in den Deutschen Botschaften in Warschau, Prag und Budapest geschah. Da eine Ausreise in das Botschaftsland vom Botschaftsgelände aus oft gestattet wird, selbst wenn es den Ausreisenden außerhalb der Botschaft versagt wird, konnten DDR-Bürger auf diese Weise in den Westen gelangen. Möchte man Botschaften von innen besichtigen, kann man das im Rahmen des All Nation Festivals in Berlin tun. Dort sind zu diesem Anlass seit 2000 einige Botschaften für Besucher geöffnet. 34 Botschaften, eine Gesandtschaft und eine Apostolische Nuntiatur findet man dort. Letzteres sind Vertretungen des Heiligen Stuhls, also des Papstes, in einem anderen Staat. Die ersten Nuntiaturen wurden an katholischen Königshöfen eingerichtet, auch heute werden die Nuntien vom Papst selbst ernannt, es handelt sich bei diesen geistlichen Gesandten immer um Bischöfe. Angesprochen werden Nuntien mit „Seine Exzellenz“. Wie die Gesandten der Botschaften, so genießt auch der Nuntius politische Immunität. Er stellt das Bindeglied zwischen Kirche und Staat dar und soll deren Verhältnis fördern, beteiligt sich an der Suche nach Bischofskandidaten und nimmt an der Vollversammlung der Bischofskonferenz teil.
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