Wohin soll ich nur auswandern?

Mann mit Globus, darauf zu sehen ist Amerika
Auch auf der Suche wohin sie auswandern können? © Annika Loewe #27737696 / de.fotolia.com

Jedes Jahr zieht es eine Vielzahl Deutscher ins Ausland. Und noch mehr denken jährlich darüber nach, auszuwandern, für sie ist klar, sie wollen weg aus Deutschland. Es stellt sich nur die Frage: Wohin auswandern? Und das ist eine der wichtigsten Fragen überhaupt, denn immerhin geht es darum, den Ort zu finden, an dem man möglicher Weise den Rest des Lebens bleiben wird, den Ort, an dem man idealerweise das findet, was einem in Deutschland fehlt. Und zur Beantwortung des ‚Wohin‘ sollte man sich unbedingt ausreichend Zeit nehmen, immerhin gibt es zumindest theoretisch 194[1] mögliche Zielländer in der ganzen Welt.

Wie finde ich das richtige Land zum Auswandern

Um das richtige Zielland für ihre Auswanderung zu finden, sollten sie sich genau überlegen, warum sie überhaupt beschlossen haben auszuwandern. Geht es Ihnen hauptsächlich darum, sich beruflich zu verbessern, Steuern zu sparen und der Deutschen Bürokratie zu entkommen oder liegen die Gründe für die Abwanderung eher im Wunsch nach höherer Lebensqualität, wärmerem Klima oder ähnlichem begründet? Denn je nachdem welche Motive Sie haben, sind verschiedene Länder unterschiedlich geeignet: Haben sie genug vom deutschen Bildungssystem und suchen für ihre Kinder ein Land, in dem ihnen offenere und individuellere Förderung zu Teil wird, dürften die Skandinavischen Länder vielleicht ein gutes Ziel für Sie sein. Wenn es Ihnen nur um bessere Bildung geht, würde sich vielleicht auch ein Auslandsstudium für Sie oder Ihre Kinder als Alternative zum Auswandern anbieten. Sind Sie eher auf der Suche nach Sonne und einem weniger grauen Alltag, dürften sie ihr Glück wohl besser in Spanien, der Südsee oder anderen tropischen Ländern finden.Manche wollen vielleicht einfach nur einen Tapetenwechsel aber trotzdem in Europa bleiben, andere zieht es weg in die fremden Kulturen Asiens oder Afrikas.

Haben Sie erst mal eine Vorauswahl an potentiellen Zielländern getroffen, stellt sich eine weitere ganz wichtige Frage: Können sie in den Wunschländern leben? Und diese Frage beschränkt sich nicht bloß darauf, ob Sie sich in der Lage fühlen sich mit dem Klima, der Mentalität und den Lebensbedingungen vor Ort zu engagieren. Sondern zielt vor allem auch darauf ab, ob Sie in der Lage wären vor Ort Ihre finanzielles Überleben bzw. das Ihrer Familie zu sichern. Ergo: Finden Sie in Ihrem Wunschland einen Job? Werden Ihre Qualifikationen in dem Land gebraucht? Werden sie überhaupt anerkannt? Sprechen Sie die Landessprache gut genug, um zu arbeiten? In manchen Ländern wie z.B. Japan ist ein erfolgreicher Erwerb eines längerfristigen Visums sogar völlig daran gebunden, ob sie vor Ort einen Job haben. Erfolgreich wird Ihre Auswanderung nur dann, wenn sie auch auf längere Zeit sicher stellen können, dass sie in Ihrem Zielland genug Geld zur Verfügung haben, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen. Vielleicht versuchen Sie sich auch erstmal über ein Auslandspraktikum ein Bild vom Arbeitsmarkt Ihres Wunschlandes zu machen. Natürlich verliert dieser Punkt an Wichtigkeit, wenn Sie Rentner sind und monatlich durch Geld vom Start abgesichert, aber dazu haben wir auch einen Infotext zum Thema: Auswandern als Rentner.

Sollten Sie Kinder haben, ist es darüber hinaus wichtig, dass Sie sich die Bildungsmöglichkeiten in Ihren Zielländern genau angucken. Gibt es ausreichend gute Schulen? Ist es für Ihr Kind vor allem möglich, diese Schulen zu besuchen, ohne allzu viel(am besten gar keine Zeit) mit Klassenwiederholungen oder ähnlichem zu verlieren? Das heißt: Kann Ihr Kind die Unterrichtssprache, gibt es womöglich deutsche Schulen und sind die Schulen vom Bildungskanon ähnlich organisiert wie im deutschen System? Auf dieses Thema sollten Sie auf jeden Fall genug Recherchezeit verwenden, denn am Ende sollen doch auf keinen Fall Ihre Kinder die Leidtragenden Ihrer Auswanderpläne sein.

Wenn Sie also Ihr Zielland haben, sollten Sie eine wichtige Sache nicht vergessen: Sich rechtzeitig über notwendige Auslandskrankenversicherungen und Reisekrankenversicherungen für dieses Land zu informieren. Sollten Sie bereits fest planen für immer auszuwandern, haben wir einen Vergleichsrechner für Sie, der Tarife mit unbegrenzter Laufzeit zeigt. Wollen Sie sich noch nicht so langfristig festlegen, bieten wir das gleiche auf für Versicherungen bis zu 5 Jahren an. 


[1] http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/FAQ/Adressen/11-WievieleStaaten.html?nn=383016

Grafik zu den beliebtesten Auswanderländern der Deutschen

Wohin wandern die Deutschen am liebsten aus?

Auch wenn es erst mal so klingt, als müssten Sie wahnsinnig viel Recherchearbeit vor ab leisten, und wenig ist es wirklich nicht, müssen Sie auch nicht sprichwörtlich das Rad neu erfinden. Sie sind ja nicht der Erste, der Deutschland den Rücken kehrt. Und ohne irgendwelche Verallgemeinerungen treffen zu wollen, aber vielleicht wäre das beste Land für Ihre Auswanderung ja auch einfach eines der Länder, in die sowieso die meisten Deutschen auswandern.

1. Schweiz

2010 war das beliebteste Auswanderungsland der Deutschen die Schweiz [3]. Die bietet schon mal den unglaublichen Vorteil: man spricht Deutsch. Aber einer der Hauptgründe, warum die Schweiz als Zielland so beliebt ist, dürften die besseren Jobchancen sein. Vor allem qualifizierte Fachkräfte haben es hier leichter besser bezahlte Stellen zu finden und seit der Schweizer Arbeitsmarkt für EU-Bürger offensteht, ist es auch leichter geworden dorthin auszuwandern. Nur sollte man sich vorher im Klaren sein, dass so ein gut bezahlter Job in der Schweiz auch häufig mit längeren Durchschnittsarbeitszeiten und weniger Urlaubstagen als in Deutschland verbunden ist. Aber trotzdem sind immerhin 84%[2] der Schweizer mit Ihrer Work-Live-Balance zufrieden(2013), das ist europaweit der Spitzenwert.

2. USA

An zweiter Stelle steht das Auswanderland schlechthin: die USA. Denn auch 2010 zog das ‚Land der unbegrenzten Möglichkeiten‘ ca. 9,2%[2] aller deutschen Auswanderer an. Er scheint also noch ganz lebendig zu sein, der amerikanische Traum. Und nicht zuletzt auf Grund ihrer Größe und Vielfalt bieten die USA für nahezu jeden Auswanderer das richtige. Egal ob für hochqualifizierte Fachkräfte, vor allem Forscher dürften sich hier wohl fühlen, da Forschungsarbeit bei Weitem nicht so gesetzlich eingeschränkt wird wie in Deutschland, das Rentnerehepaar, das einen Alterssitz in wärmeren Gefilden sucht, den ambitionierten Träumer, der sich seinen amerikanischen Traum erfüllen will oder den USA-Enthusiasten, der vom amerikanischen Lebensstil träumt und sich à la Konny Reimann eine Farm in Texas aufbauen will. Nur eines wäre hilfreich: Englisch-Kenntnisse, denn auch wenn es vor allem in Nordamerika Gemeinden gibt, wo viele Bürger deutsche Wurzel haben, Deutsch spricht man in den USA dann doch eher weniger.

3. Spanien

Das beliebteste Land unter den ‚Sonnenorten‘ ist 2010 immer noch Spanien. Das Land am Mittelmeer zog noch immer fast 7.000[3] Auswanderer an. Und Spanien, hauptsächlich der Süden, eignet sich vor allem als Altersitz ausgezeichnet. Das Klima ist subtropisch, vor allem im Winter wird es also nicht zu kalt, die Leute sind freundlich und das Leben ist nicht ganz so gestresst wie in Deutschland. Und wenn man nicht vor hat vor Ort zu arbeiten(was bei der aktuellen Arbeitsmarktlage sowieso schwer werden dürfte), braucht man noch nicht einmal wirklich gut Spanisch zu sprechen, denn in einigen Orten in Südspanien gibt es richtige ‚deutsche Communities‘, in denen sich viele ältere Auswanderer niedergelassen haben und ihren Lebensabend genießen.

 

Fakten

Noch mal kurz da Wichtigste zum Thema „Wohin auswandern“

  • Länder nach Gründen für Auswanderung auswählen, nur wenn sich daran etwas verbessert, werden Sie vor Ort glücklicher
  • Bietet Ihr Zielland Ihnen finanzielle Sicherheit? Können Sie vor Ort arbeiten?
  • Haben Sie eine Familie? Dann beschäftigen Sie sich mit dem Bildungsangebot Ihrer Wunschländer und suchen Sie ein Land, das für Ihre Kinder die bestmögliche Förderung verspricht
  • Sprechen Sie mit anderen Auswanderen. Sie sind nicht der Erste, der in einer solchen Situation ist

 

[2] http://www.zuonline.ch/artikel_157588.html

 

[3] Migrationsbericht 2010, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge


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