Chronisch krank!

Kann ich mich überhaupt über eine Auslandkrankenversicherung versichern?

 

Nutzerfrage: Kann ich auch mir chronischer Erkrankung eine Auslandskrankenversicherung abschließen und bin dann darüber auch versichert? 

 

 

Immer wieder bekommen Menschen mit chronischer Erkrankung zu hören, dass Sie von einer Auslands- oder Reisekrankenversicherung Vorerkrankungen (Chronische) ausgeschlossen sind.

Aber stimmt das? Was genau schließen die Versicherer aus?

Reist zum Beispiel eine Diabetikerin, die gut auf ihre Medikamente eingestellt ist, ins Ausland und erhält dort einen Zuckerschock. Werden die Behandlungskosten dann von der Reiseversicherung getragen?

Und welche Möglichkeiten haben Menschen, welche sich dauerhaft in Behandlung begeben müssen?

 

Im Video erhalten Sie die Antworten: 



Das steht in den Bedingungen:

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Vorerkrankungen
Der entsprechende Abschnitt ist markiert.
Würzburger AVB AR 01.2015.pdf
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Tipps für den Notfall im Urlaub:


Alle Informationen aus dem Video in schriftlicher Form (Videotext):

 

 

Die Reisekrankenversicherung schließt Vorerkrankungen aus. Ich habe eine chronische Erkrankung: Werde ich jetzt noch versichert? Oder welche Lösungsansätze gibt es da? Fälle und Beispiele jetzt im Video. 

Schauen wir zuerst mal in die Versicherungsbedingungen rein. Ich habe hier die Bedingungen von der Würzburger Reiseversicherung, die Jahrespolice, genommen. Und wir schauen jetzt mal rein, wie ist die Formulierung der Ausschlüsse, bezüglich Vorerkrankungen. „Wir leisten nicht für Behandlungen im Ausland, die der alleinige Grund oder einer der Gründe für den Reiseantritt waren.“ Wenn ich von vornehinein weiß, dass ich mich im Ausland behandeln lassen möchte, ist das nicht mitversichert. Eine weitere Formulierung ist: „Wir leisten nicht für Behandlungen, von denen vor Reiseantritt auf Grund einer bereits ärztlich diagnostizierten Erkrankung feststand, dass sie bei planmäßiger Durchführung der Reise stattfinden musste.“. Also in solchen Fällen leistet der Versicherer nicht. Wenn ich also ins Auslands fahre, um mich da behandeln zu lassen, oder wenn bereits vor Reiseantritt weiß, dass ich behandelt werden muss. So in etwa sind bei den Jahresreiseversicherungen die Ausschlüsse der Vorerkrankungen. Wie das natürlich bei Ihrer persönlichen Versicherung aussieht, bitte nachlesen, unter dem Punkt „Leistungsausschlüsse“ oder „Dafür leisten wir nicht“. Darunter ist das einfach zu finden und Sie sind auf der sicheren Seite. 

Ich selber hatte in meiner Praxis schon einen Fall: Eine Dame hat Diabetes, reist ins Ausland und bekommt dort einen Zuckerschock. In diesem Fall hat die Versicherung die Behandlungskosten gezahlt. Weil: Sie hatte ihre Medikamente, also ihre Spritzen, dabei und hat sie nach wie vor täglich genommen. Aber, dass trotz dieser Medikamente ein Zuckerschock eintritt, war nicht vorhersehbar. Nehmen wir aber nun mal den Fall Dialyse. Ein Dialysepatient, der regelmäßig an die Blutwäsche muss, meist in kurzen Abständen, alle ein bis zwei Wochen, beispielsweise. Welche Möglichkeiten gibt es für sie? Diese Personen sollten sich an ihre gesetzliche Krankenkasse wenden, gehen wir davon aus, er ist gesetzlich versichert, dann dort gibt Lösungsansätze, dass die gesetzliche Krankenkasse diese Kosten übernimmt, wenn alle Einzelheiten im Vorfeld abgestimmt sind. Wo sind die Dialysezentren und so weiter. Allgemeiner Tipp: Wenn bei Ihnen so etwas vorliegt, klären Sie zunächst, was es überhaupt kostet, so eine Behandlung im Ausland. Ist das überhaupt so teuer/schlimm oder muss ich nur ein paar bestimmte Medikamente haben, die unter Umständen gar nicht teuer sind? Dann als nächstes an Ihre Auslandskrankenversicherung herangehen und dort abklären, gilt es als Vorerkrankung, ist es ausgeschlossen, oder nicht? Wenn sie dort eine Ablehnung erhalten ist Ihr nächster Schritt in Richtung Ihrer gesetzlichen Krankenkasse, oder wenn Sie privat versichert sind zu Ihrer privaten Krankenkasse. Dort können Sie dann anfragen, ob die anfallenden Kosten auch im Ausland übernommen werden. Bei den privaten Krankenversicherungen ist das meistens der Fall, bei den gesetzlichen Krankenversicherungen sollte das bitte abgeklärt werden. Hier gibt es, wie gesagt, oft Sonderlösungen.       

 

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